Der Bischofswald in Steyr, Oberösterreich

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  Die römisch-katholische Kirche ist flächenmäßig der größte private Grundbesitzer im Stadtgebiet von Steyr. Ungefähr 550.000 m2 umfasst ihre Grundfläche. Zum Vergleich: BMW Steyr mit seinen riesigen Produktionshallen und Parkplätzen hat ca. 200.000 m2.
     
              Welche Geschichte verbirgt sich dahinter? 

 Der Feudalismus entstand im 9.Jahrhundert und wurde Anfang des 19.Jahrhunderts abgeschafft. Dabei verloren Adel und Kirche teilweise ihre Sonderrechte, wie Steuerfreiheit, Frondienste, Jagdrechte, den Zehnten und die Grundherrschaft. Feudalismus bezeichnet ein System, bei dem Lehensherren und ihre Vasallen durch persönliche Abhängigkeiten verbunden waren. Dieses System prägte die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft des europäischen Mittelalters.

   Bei der Auflösung der Feudalherrschaften wurde das Land in drei Teile aufgeteilt:   
Ein Drittel ging an die Bauern, ein weiteres Drittel blieb bei den Feudalherren (Kirche und Adel), das letzte Drittel blieb ebenfalls bei den Feudalherren, aber mit einem Vorkaufsrecht für die Bauern. Da Adel und Kirche fast nie Land verkauften, blieb auch das 2. Drittel Großteils bei den Feudalherren. Heute sind die Vorkaufsrechte nicht mehr zuweisbar. Die Abschaffung des Feudalismus betraf also zum überwiegenden Teil nur ein Drittel. Zwei Drittel der Strukturen und Besitzverhältnisse blieben in einigen Ländern Europas zu einem nicht unwesentlichen Teil bis heute erhalten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Besitzverhältnisse des Bischofswaldes in Steyr-Münichholz ebenfalls aus dieser längst vergangenen Zeit stammen.

  Strukturveränderungen hat es in Steyr und auch anderswo im Laufe der Zeit immer gegeben. Auch Münichholz gehörte einmal zu Niederösterreich, und Teile von Steyr waren einst Teil von St. Ulrich. Viele dieser Verschiebungen, die zur heutigen Situation führten, wurden im Sinne der Bevölkerung vollzogen und nicht extern über deren Köpfe hinweg entschieden. Für die damalige Bevölkerung war es keinen Nachteil, dass sie nicht mehr zu Niederösterreich oder St. Ulrich gehörten. Anders verhält es sich mit den Besitzansprüchen, die durch den Feudalismus entstanden sind. Diese wurden aus wahnwitzigen Motiven vom Papst gekrönten Kaisern, Königen, Fürsten, Grafen, Adeligen und der allgegenwärtigen Geistlichkeit ohne Rücksicht auf die Bevölkerung durchgesetzt. Viele dieser Besitzansprüche sind vielerorts teilweise bis heute erhalten geblieben - von der Bevölkerung weitgehend unbeachtet.
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  Wer glaubt, jemals durch den Bischofswald gegangen zu sein, irrt sich. Man kann lediglich auf den Wegen durch den Wald spazieren. Der Wald selbst ist größtenteils mit Gestrüpp verwildert und dadurch nur schwer zugänglich. Da die Bereitstellung von ausreichendem Personal und Maschinen zur Pflege eines Waldes nicht zur Hauptaufgabe einer Glaubensgemeinschaft gehört, ist eine fachgerechte Erhaltung des Waldes vermutlich auch nur schwer möglich. Mächtige kraftvolle Waldbäume sind daher in der Minderheit.  Würde man den teils zu einer Auenlandschaft verwilderten Wald von dem unzähligen wild wuchernden Gestrüpp befreien, das ohnehin ein gesundes Wachstum behindert, könnte für die Bevölkerung wieder ein Naherholungsgebiet entstehen, ohne die natürliche Struktur des Waldes zu beeinträchtigen. Zum Beispiel könnte ein Kinderspielplatz oder weitere Einrichtungen geschaffen werden. Befreit vom Gestrüpp könnte die grüne Lunge im Herzen von Münichholz wieder aufatmen.    

  Dass der Feudalismus lediglich zu einem Drittel beendet wurde, wird auch dadurch deutlich, dass die katholische Kirche mit ungefähr 250.000 Hektar der größte private Grundbesitzer Österreichs ist. Das entspricht fast der gesamten Fläche von Vorarlberg. Und mit geschätzten 70 Millionen Hektar der größte private Grundbesitzer weltweit ( https://capitalocene.com ) Ackerböden, Wälder und städtische Immobilien in bester Lage. Das entspricht ca. der 9-fachen Fläche von Österreich. Einem derart gigantischen Großgrundbesitzer würde der Bischofswald deshalb nicht wirklich abgehen. Davon kann man ausgehen. Der Wald leistet keinen Beitrag für die Glaubensinhalte. Ganz im Gegenteil. Er ist für die Glaubensverkündung nicht nur eine sperrige Last, sondern er fördert auch noch die Unglaubwürdigkeit.
papst
  Münichholz hat eine Fläche von ungefähr 3,94 km2. Der Bischofswald hat eine Fläche von ungefähr 0,5 km2.  13 % der Fläche von Münichholz gehört der römisch-katholischen Kirche. Wer hätte das gedacht? Wäre ich katholisch, wäre diese Situation für mich untragbar. Geistliche dürfen keine Frau haben, weil Jesus auch keine Frau hatte. Jesus hatte aber auch nirgendwo auf der Welt einen ½ km2 großen Wald in einem Stadtgebiet. Hat eine Frau nicht ungleich mehr Würde als alle Wälder dieser Welt?  -  Für eine christliche Glaubensgemeinschaft, die die Nächstenliebe ausschließlich durch konsequentes Vorleben verkünden kann, um nicht der Heuchelei verdächtigt zu werden, wäre die Rückgabe des Waldes an seine moralisch-rechtmäßigen Eigentümer, der Ortsansässigkeit, eine Selbstverständlichkeit. Oder etwa nicht?

  Für eine Schenkung des Waldes an die Stadt Steyr hätte der Papst mit dieser Aussage bereits eine Grundsatz-Zustimmung abgegeben! Mit etwas Fantasie könnte man sogar eine Aufforderung zum Handeln herauslesen.
 



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Ein Beschenkter verschenkt auch einmal etwas


  Aus dem Unterrichtsstoff der 4. Klasse Volksschule:

schulbuch

  In ihrer 1.700-jährigen Geschichte hat die römisch-katholische Kirche Tausende Ländereien im Wert von vielen Milliarden Euro geschenkt oder vererbt bekommen. Was spricht dagegen, dass ein tausendfach Beschenkter auch einmal etwas verschenkt? Wenn die Kirche beschließen würde, den Bischofswald, den sie ohnehin einst geschenkt bekommen hat, der Stadt Steyr zu schenken – wäre das eine Sünde? Wäre das böse? Gegen welches der 10 Gebote würde das verstoßen? Noch dazu handelt es sich um einen Wald, zu dem offenbar kein Bezug besteht – sonst wäre er nicht teilweise verwildert. Wäre es nicht nur moralisch, dass jemand, der so oft beschenkt wurde, auch einmal etwas verschenkt?

    Wir kommen auf die Welt und der Münicherholzer Wald gehörte schon immer der katholischen Kirche. Deshalb denken wir, dass das so sein muss, denn wenn es nicht so sein müsste, wäre es nicht so. Irrtum. Das muss nicht so sein und das war auch nicht immer so. Es ist nur so, weil sich niemand Gedanken darüber macht, warum das überhaupt so ist.

   Wie dem auch sei: Dieses Thema, das hier zunächst nur oberflächlich und unvollständig angeschnitten wird, verdient eine eingehende Betrachtung - sowohl in der Gegenwart als auch mit Blick auf seine Ursprünge. Vermutlich liegt der Anfang dieser Geschichte in einer längst vergangenen und vergessenen Zeit. Um die Geschichte des Bischofswaldes wirklich zu verstehen, müsste man wohl 1.000 Jahre oder noch weiter in die Vergangenheit zurückblicken, sofern das überhaupt möglich ist. Einst gehörte dieser Wald wahrscheinlich zu einer ortsansässigen Landwirtschaft. Irgendwann wurde er jedoch von einem adeligen Feudalherrn enteignet und Jahrhunderte später, aus einer vermutlich bizarren und abstrusen Begebenheit heraus, dem Bischof überlassen. Vielleicht glaubte man damals, sich durch ein solches Geschenk die Gunst des Himmels zu sichern. Doch eines ist sicher: Niemand gelangt in den Himmel, nur weil er der Kirche etwas schenkt oder vererbt. Das ist eine Tatsache.

Stellungnahmen, sowohl pro als auch kontra, an: steyr@bischofswald.at 

pdf-logo     Druckversion: bischofswald.pdf        

mensch
      
  Impressum:   badhofer  Steyr AUSTRIA   badhofer.com          
  Steyr, 02.12.2024 - aktualisiert: 21.12.2025




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Mt 18,3 
Wenn ihr nicht wie die Kinder werdet,

könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen!


Kinder spielen Erwachsensein

  Heinzi ruft den Mandi an. Der spielt den Bischof, dem der Bischofswald zugeordnet ist:  „Hallo Mandi, servus. Heute Nacht hatte ich eine gute Idee. Der Wald in Münichholz gehörte vor tausend Jahren – oder vielleicht noch länger, das weiß man nicht genau – einer Landwirtschaft aus Münichholz. Diese wurde von einem Grafen enteignet, und die Bauern wurden zu Leibeigenen erklärt. Danach mussten sie für die Bewirtschaftung des Waldes Pacht zahlen. Als die Gräfin dann gestorben ist, hat der Graf den Wald euch geschenkt, damit ihr sonntags in der Kirche für seine verstorbene Frau betet, damit sie in den Himmel kommt. So oder so ähnlich könnte es gewesen sein. Genaueres weiß man ja nicht. Da du mit dem Wald ohnehin nie etwas anfangen konntest, könntest du ihn doch der Münichholzer Bevölkerung schenken. Was sagst du dazu?“   Na ja,“ sagt der Mandi, „das hört sich gar nicht so schlecht an. Unsere Berufung ist ja nicht, den über tausend Jahre gewachsenen Reichtum der Kirche zu verwalten, sondern den Auferstandenen zu verkünden. Da Jorgi, der den Papst spielt, hat eh vor kurzem gesagt, dass die Kirche wieder eine arme Kirche werden sollte. Wenn wir den Münichholzer Wald verschenken, dann werden wir wieder um 0,000001 Promille ärmer - ganz im Sinne vom Jorgi. Das wird ihm sicher gefallen. Auch hat unser Vorbild zu seinen Aposteln gesagt, dass Geben seliger ist als Nehmen. So steht es zumindest in der Apostelgeschichte.

    „Na ja,“ denkt sich der Mandi, „wenn wir den Münichholzern ihren Wald schenken, der für uns ohnehin nur eine Belastung ist, werden sie wieder zugänglicher sein.“ Darauf ruft er den Jorgi an: „Hallo Jorgi, was meinst du? Sollen wir uns wieder mehr unseren Nächsten zuwenden und dafür weniger den Besitztümern unserer feudalistischen Erungenschaften? Mit unseren Wäldern verhöhnen wir doch nur unsere christliche Religion. Blasphemie nennt man so etwas im Strafgesetzbuch, Gotteslästerung im täglichen Sprachgebrauch. Wir sind doch keine Heuchler!“ Darauf sagt der Jorgi: „Sitzt du auf den Ohren? Das predige  ich doch schon die längste Zeit. Aber wir Christen nur Gefangene unserer undurchschaubar verflochtenen, tausendjährigen patriarchischen Tradition. Diese Tradition hat sich über 1700 Jahre eigendynamisch zu einer Festung entwickelt. Es gibt längst keine Täter mehr, nur noch Opfer. Der Feudalismus hat uns Christen als Fassade missbraucht. Wir sollten uns einmal von oben herab in den Spiegel schauen und uns fragen: Was machen wir da eigentlich? Die leblose und gefühlslose römische Tradition hat sich niemals um unsere Wahrheit gekümmert, sondern immer nur um die Verschleierung ihrer Wahrheit. Obwohl unser Vorbild schon sagte: Ich bin die Wahrheit, wer die Wahrheit hat, der hat auch mich!  Also, geh hin und mach das, was du für wahr und richtig hältst. Wir sind doch keine Feiglinge nicht.“ Mandi denkt nach: „Aha, jetzt wird mir einiges klar.“
jesus

Na Hallo, was ist denn da los? Könnte es sein, dass diese Kinder
Kinder des 21. Jahrhunderts sind?

     Es liegt was in der Luft



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Es werde Licht im dunklen Wald


   Im Flächenwidmungsplan des Landes Oberösterreich ist die Fläche des Bischofswaldes als Land und Forstwirtschaft, Ödland mit der Ersichtlichmachung als Erholungswald, gewidmet. Eine Verbauung der Fläche ist somit ausgeschlossen. Wäre das nicht so, hätte die römisch-katholische Kirche die gesamte Fläche schon längst zu einem Bauland oder Industriegebiet umgewidmet und vermarktet. Davon kann man ausgehen (siehe Bischofsheim), denn hinter der römischen Staatskirche verbirgt sich bis heute unerkannt das Römische Reich.


widmungsplan



    Chatgpt auf die Frage, was ein Ödland ist?

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 Ein Ödland bezeichnet in der Geographie und Ökologie ein Gebiet, das durch extreme Umweltbedingungen geprägt ist, die das Wachstum von Pflanzen und das Leben von Tieren stark einschränken. Solche Gebiete sind oft karg, trocken und wenig fruchtbar, sodass sie für viele Lebewesen schwer zugänglich sind.

Typische Merkmale von Ödland sind:

  • Armut an Nährstoffen: Der Boden ist oft sehr nährstoffarm, was das Pflanzenwachstum erschwert.
  • Extremes Klima: Sehr hohe oder sehr niedrige Temperaturen, starker Wind, wenig Niederschlag oder andere klimatische Herausforderungen machen die Besiedlung durch Pflanzen und Tiere schwierig.
  • Wüsten: Wüstenlandschaften sind ein Beispiel für Ödland, da sie sehr trocken sind und wenig Vegetation bieten.
  • Brachliegende Gebiete: In manchen Fällen wird auch Land, das nicht bewirtschaftet oder genutzt wird, als Ödland bezeichnet, beispielsweise brachliegende Felder.

In der Literatur und in übertragenem Sinne kann der Begriff auch verwendet werden, um Orte oder Zustände zu beschreiben, die als trostlos oder von Mangel geprägt erscheinen.



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Chatgpt auf die Frage, was ein Erholungswald ist?

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Ein Erholungswald ist ein Waldgebiet, das gezielt für die Erholung und Entspannung von Menschen genutzt wird. Dabei handelt es sich nicht nur um einen Ort der natürlichen Schönheit, sondern auch um einen Raum, der für gesundheitliche und psychologische Vorteile sorgen soll. Die Idee hinter einem Erholungswald ist es, einen Rückzugsort zu schaffen, der den stressigen Anforderungen des Alltags entgegenwirkt und die mentale und körperliche Gesundheit fördert.

Ein Erholungswald zeichnet sich oft durch folgende Merkmale aus:

  1. Zugang für die Öffentlichkeit: Erholungswälder sind in der Regel für Besucher zugänglich und bieten Wanderwege, Ruheplätze oder auch spezielle Angebote wie Barfußpfade.
  2. Natürliche Gestaltung: Die Wälder sind oft naturnah gestaltet und bieten vielfältige Landschaften, die sowohl eine ästhetische Wirkung als auch eine beruhigende Atmosphäre erzeugen.
  3. Förderung der Gesundheit: In Erholungswäldern wird Wert auf die Förderung von Erholung und Regeneration gelegt. Studien haben gezeigt, dass der Aufenthalt in Waldgebieten Stress abbauen und das allgemeine Wohlbefinden steigern kann.
  4. Aktivitäten: Diese Wälder bieten auch oft spezielle Aktivitäten wie Meditation, Yoga oder auch gesundheitsfördernde Spaziergänge.

Erholungswälder können in urbanen Gebieten, aber auch in ländlichen Regionen zu finden sein und bieten eine wertvolle Möglichkeit, Natur zu erleben und die eigenen Energien wieder aufzuladen.


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   Zwei Monate nach der Veröffentlichung der Seite bischofswald.at reagiert die Diözese Linz. So ein Zufall. Ob die verlautbarte Information der Wahrheit entspricht oder ob Teile der Ankündigung nur als taktische Maßnahmen dienen, um den zunehmenden Unmut in der Bevölkerung zu verzögern, wird sich zeigen. Wir werden beobachten, ob – wie angekündigt – aus einem teilweise relativ verwahrlosten Wald nach langer Zeit wieder ein Naherholungsgebiet für die Bevölkerung wird. Schauen wir uns das an!

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Die Geschichte vom Münichholzer Wald

Auszug aus dem Buch:
„Forstgeschichte Oberösterreichs“ von Engelbert Josef Kogler
Oberösterreichischer Landesverlag 1975
  
Im folgenden Auszug von Seite 164 lässt sich erahnen, was sich Jahrhunderte lang so alles über den Köpfen der ortsansässigen Bevölkerung "mit göttlichem Segen" ereignet hat. Im 17.Jahrhundert gehörte Oberösterreich und auch Teile von Niederösterreich zum Bistum Passau. Es ist anzunehmen, dass auch der Münichholzer Wald dazugehörte.

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    Chatgpt über historische Daten vom Münichholzer Wald

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Der Münichholzer Wald, dessen Name "Münichholz" auf "Mönchswald" verweist, gehörte ursprünglich zum Benediktinerstift Gleink. Das Stift Gleink wurde um 1120 gegründet und bestand bis zu seiner Aufhebung im Jahr 1784. Es ist daher anzunehmen, dass der Wald während dieser gesamten Periode im Besitz des Benediktinerstifts Gleink war.   

Historischer Bezug: Das Benediktinerstift Gleink wurde als Kloster um 1120 von einem Adligen gegründet. Es wurde dem Orden der Benediktiner übergeben, die dort ein geistliches und kulturelles Zentrum schufen. Zu dieser Zeit gehörte das Gebiet, in dem sich das Stift befand, zur kirchlichen Jurisdiktion der Diözese Passau, da diese über weite Teile Oberösterreichs und teilweise auch Niederösterreichs herrschte. Erst mit der Errichtung der eigenständigen Diözese Linz im Jahr 1785 durch Papst Pius VI. im Zuge der josephinischen Reformen wurde das Gebiet um das Stift Gleink von der Diözese Passau abgetrennt und der neuen Diözese Linz unterstellt. Diese Veränderungen waren Teil größerer Umstrukturierungen in der Kirche, die darauf abzielten, die kirchliche Organisation stärker an die politischen Gegebenheiten des Habsburgerreiches anzupassen.    .

Im Zuge der Kirchenreformen Kaiser Joseph II. wurde Gleink am 21. Mai 1784 säkularisiert. Die Pfarrseelsorge in Gleink wurde von Weltpriestern übernommen, die Stiftsgebäude vorübergehend als Kaserne verwendet, der klösterliche Grundbesitz als Religionsfonds-Herrschaft weitergeführt. 1791 gelangten die Gebäude des ehemaligen Stiftes als Dotationsgut an die neu geschaffene Diözese Linz, deren Bischöfe Gleink gerne als Sommersitz verwendeten.

Es ist daher wahrscheinlich, dass der Münichholzer Wald seit dieser Zeit im Besitz der Diözese Linz ist. Allerdings gibt es keine spezifischen Belege, die den genauen Zeitpunkt des Übergangs des Münichholzer Waldes an die Diözese Linz bestätigen.       

1950 übernahm der Orden der Herz-Jesu-Missionare die Pfarrseelsorge und betrieb bis 1990 auch ein Caritasheim, ein gefürchtetes Erziehungsheim für Knaben. Seit dem Jahr 2022 dient das Stiftsgebäude des Benediktinerstifts Gleink als „kulturGUTspeicher“ der Diözese Linz. Das Außendepot des Diözesanarchivs beheimatet Archivgut aus den Pfarren sowie das Kunst- und Mobiliendepot mit über 2.000 Kunstobjekten und Möbeln.



 
Bis zurück zum Jahr 1120 dürfte die Geschichte vom Münichholzer Wald in groben Zügen nachvollziehbar sein. Er war durchgehend in kirchlichem Besitz. Aber was war davor? 
Die römisch-katholische Kirche wurde im Jahr 380 zur Staatsreligion des Römischen Reiches erhoben. Es ist mit Sicherheit anzunehmen, dass der Münichholzer Wald nicht schon seit der Erhebung zur Staatskirche zu dieser gehörte. Irgendwie, irgendwo und irgendwann muss es einen oder mehrere Übergänge bis zur katholischen Kirche gegeben haben.

   Lange Rede, kurzer Sinn:
Im 3. Jahrhundert erkannten die Herrscher des Römischen Reiches, dass sich mit der Unterwürfigkeit der christlichen Philosophie ihr Volk leichter lenken lässt. Deshalb wurde sie im Jahre 380 zur römischen Staatskirche erhoben. In der Folge wurde dann ihre Staatsreligion „Christentum“ genannt, obwohl ihre faschistoide und hierarchisch-patriarchale Struktur im eklatanten Widerspruch zur christlichen Philosophie stand. Bis ins 19. Jahrhundert breitete sich dann die römische Staatskirche, die die Christlichkeit als Fassade nutzte, unter dem Begriff „Feudalismus“ in ganz Europa und weiten Teilen der Welt aus – bis hinein nach Münichholz.
 



      Chatgpt (KI) über die katholische Kirche im Feudalismus

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Die katholische Kirche spielte im Feudalismus eine zentrale und vielseitige Rolle, da sie nicht nur eine religiöse Institution war, sondern auch eine politische, wirtschaftliche und kulturelle Macht. Ihre Bedeutung lässt sich in mehreren Aspekten zusammenfassen:


1. Religiöse Macht und Legitimation
•    Die katholische Kirche prägte das Weltbild des Feudalismus, indem sie das Feudalsystem als gottgegeben darstellte. Sie vermittelte die Vorstellung, dass der König von Gott eingesetzt war ("Gottesgnadentum") und die Ständeordnung Teil eines göttlichen Plans sei.
•    Kleriker unterstützten die Herrscher ideologisch, etwa durch Segnungen, Krönungen oder die Rechtfertigung ihrer Machtansprüche.

2. Wirtschaftliche Macht
•    Die Kirche war einer der größten Landbesitzer im Feudalismus. Klöster, Bistümer und andere kirchliche Institutionen besaßen große Ländereien, die sie bewirtschaften ließen.
•    Bauern, die auf kirchlichem Grund lebten, waren verpflichtet, Abgaben zu leisten.

3. Politische Macht
•    Die Kirche hatte großen Einfluss auf die Politik, da viele Bischöfe und Äbte gleichzeitig weltliche Fürsten waren.
•    Der Papst beanspruchte eine übergeordnete Machtposition und griff häufig in die Politik der europäischen Königreiche ein (z. B. Investiturstreit).
•    Durch die Exkommunikation konnte die Kirche Druck auf weltliche Herrscher ausüben, da die Exkommunikation als Ausschluss aus der Gemeinschaft der Gläubigen eine ernsthafte Bedrohung darstellte.

4. Bildung und Kultur
•    Die Kirche war das Zentrum von Bildung und Wissensbewahrung. Klöster dienten als Orte der Gelehrsamkeit, an denen Manuskripte abgeschrieben und Wissen aus der Antike bewahrt wurde.
•    Geistliche waren oft die einzigen, die lesen und schreiben konnten, was ihnen in einer stark analphabetischen Gesellschaft großen Einfluss verschaffte.
•    Die katholische Kirche war im Feudalismus allgegenwärtig und verband geistliche, weltliche und wirtschaftliche Aspekte. Sie trug dazu bei, das Herrschaftssystem zu stabilisieren, und war zugleich ein wichtiger Akteur in der politischen und gesellschaftlichen Dynamik des Mittelalters. Ihr Einfluss reichte bis in alle Lebensbereiche und war wesentlich für die Struktur und Stabilität der feudalen Herrschaft.


   Ein Drittel des Feudalismus wurde im 19. Jahrhundert abgeschafft. Zwei Drittel der Strukturen blieben größtenteils bis heute erhalten. Im Geschichtsunterricht an den Pflichtschulen wird 1000 Jahre Feudalismus verschwiegen. Warum ist das so? „Du sollst nicht lügen“ heißt doch auch, du sollst die Wahrheit nicht systematisch verschweigen!    
Dass sich die unzähligen Gläubigen, die sich mit bescheidensten Mitteln teils ehrenamtlich vor Ort in den sozialen kirchlichen Einrichtungen abmühen, dass die sich das gefallen lassen, ist sagenhaft. Ständig zuzusehen, wie über ihren Köpfen etwas schwebt, das sich anstelle großzügiger Unterstützung lediglich narzisstisch mit den Federn ihrer Arbeit schmückt, ist unglaublich. Im Kindergarten wäre das unmöglich. Die Kinder würden rebellieren.
          




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   Chatgpt über die Wälder Österreichs im 1. Jahrtausend

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Im 1. Jahrtausend war der Besitz von Wäldern im Gebiet des heutigen Österreich stark von der jeweiligen politischen und sozialen Struktur der Region geprägt.

Frühmittelalter (ca. 500–1000 n. Chr.)

  1. Gemeineigentum und Stammesgesellschaften:
    • In der Frühzeit waren viele Wälder gemeinschaftlicher Besitz der Stämme oder Sippen. Sie wurden von den lokalen Gemeinschaften genutzt, vor allem für Holzgewinnung, Jagd, Weidewirtschaft (Waldweide) und das Sammeln von Nahrungsmitteln.
    • Beispiele für solche Stämme in Österreich wären die Bajuwaren, Slawen oder andere frühmittelalterliche Volksgruppen.
  2. Fränkisches Reich (8.–10. Jahrhundert):
    • Mit der Expansion des Fränkischen Reiches unter Karl dem Großen wurden Wälder zunehmend als königliches Eigentum (Krongut) betrachtet. Der König beanspruchte große Waldgebiete als Reichsgut, die oft als Jagdgebiete dienten.
    • Teile dieser Wälder wurden an Klöster oder Adelige verliehen, die sie dann bewirtschafteten.


Hochmittelalter (ca. 1000–1200)

  1. Feudalherrschaft und Adel:
    • Mit der Festigung der Feudalgesellschaft wurden Wälder zunehmend in den Besitz lokaler Fürsten, Herzöge und anderer Adeliger überführt. Der Wald wurde nun ein wesentlicher Bestandteil des feudalen Wirtschaftssystems.
    • Wälder waren nicht nur wirtschaftlich wichtig, sondern dienten auch als Jagdgebiete des Adels. Das Jagdrecht war ein Privileg der Oberschicht.
  2. Kirchlicher Besitz:
    • Klöster und Kirchen erhielten ebenfalls große Waldgebiete, die entweder vom König oder von lokalen Adeligen gestiftet wurden. Diese Gebiete wurden oft zur Unterstützung der Klosterwirtschaft genutzt.
    • Beispiele sind das Stift Admond, das Stift Lilienfeld, das Stift Klosterneuburg und noch viele mehr, die schon früh großen Land- und Waldbesitz erhielten.
  3. Gemeinde- und Allmende-Nutzung:
    • Trotz der zunehmenden Umverteilung von Waldflächen gab es weiterhin Wälder, die der gemeinschaftlichen Nutzung der bäuerlichen Bevölkerung unterlagen (Allmende). Diese Nutzung war jedoch oft streng reglementiert und unterlag der Kontrolle der Grundherren.

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Übergang ins Spätmittelalter         

Bis zum Jahr 1200 war ein großer Teil der Wälder in Österreich also entweder in königlichem, adligem oder kirchlichem Besitz. Die Rechte der einfachen Bevölkerung wurden durch die feudalen Strukturen immer weiter eingeschränkt, und der Waldnutzungsdruck nahm mit dem Bevölkerungswachstum in den kommenden Jahrhunderten stark zu.

Schlussfrage: In welchem Jahrhundert leben wir? - im 9. Jh., im 15. Jh. oder im 21. Jahrhundert?

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